In Trägerschaft der Projektschmiede
Gefördert durch Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden Stiftung Äußere Neustadt

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Selbstverständnis

Kultur ist am vergnüglichsten, wenn wir sie selber machen. Denn was ist ein Festival, das wir nur konsumieren gegen ein Wochenende, an dem wir gemeinsam kreativ werden und jede*r BesucherIn Teil einer Idee wird.

Den Auftakt zur Idee unseres neuen spätsommerlichen Kulturfestivals machte eine Gruppe von Menschen, die auf einer Wiese nahe der Prießnitz saß und sich darüber klar wurden, dass diese Wiese, aber auch andere Plätze der Umgebung, in naher Zukunft vielleicht nicht mehr Teil einer freien gemeinsam gestaltbaren Fläche sein würden. Wir müssten sie nutzen und gemeinsam sichtbar und verfügbar machen, bekannten alle übereinstimmend. Am letzten Septemberwochenende 2012 konnte nach nur knapp drei Monaten das 1. Neustadt Art Festival stattfinden. Mehr als 2000 BesucherInnen sahen die Arbeit von etwa hundert Künstlerinnen und Künstlern entlang der Prießnitz. Dank großartiger Unterstützung von vielen Spender*innen gelang ein vielfältiges Programm, dass sich in die Flusslandschaft einfügte und die Verbindung von Kultur und Natur suchte. Der Erfolg hat uns bestärkt, wir wollen 2013 weiter machen und dabei an unseren selbstgesteckten Prinzipien festhalten:

Profitlosigkeit – es geht uns nicht darum, Geld zu verdienen. Zwar benötigen auch wir einen finanziellen Rahmen, um Projekte zu verwirklichen, aber wir wollen garantieren, dass jede*r die Möglichkeit hat, sich unabhängig von seinen finanziellen Mitteln zu beteiligen und das Festival zu besuchen. Wir möchten Menschen die Chance geben, ihre Kunst einem Publikum zu präsentieren und dabei die Vielfältigkeit aufzeigen, die entsteht, wenn wir uns zusammen finden, vernetzen, ein nachbarschaftliches Engagement anregen und nicht nur das Publikum unterhalten, sondern in das Festival mit einzubeziehen. Denn was wäre unser Viertel ohne die unterschiedlichen Menschen, die es gestalten. Überschüsse verstehen wir als Spenden an die Künstler. Sie werden konsequent in die weitere Arbeit investiert.

Nachhaltigkeit – wir wollen Müll vermeiden, wir setzten auf ökologische Produkte, wir verzichten auf Bratwurstbuden und Schlemmermeilen. Die Kunst steht im Vordergrund. Das Festival soll Künstlern sowie Initiativen und Vereine die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen, neue Kontakte aufzubauen und Projekte zu entwickeln, die über das Jahr stattfinden können. Politische Diskussionen und Workshops sind für uns deshalb ein wesentlicher Teil eines Kulturfestivals.

Dezentralität – wir sind ein Netzwerk von Initiativen und Vereinen. Es gibt keinen zentralen Veranstalter. Stattdessen wollen wir einen Rahmen schaffen, dass sich die unterschiedlichen Initiativen und Vereine nach ihren eigenen Vorstellungen an einem Ort auf dem Festival einbringen können. Das fördert Vielfältigkeit und reduziert Schranken, die sich in unterschiedlichen Vorstellungen immer ausdrücken.

Wir möchten dabei die unverwechselbare Landschaft auf besondere Weise mit den Menschen verbinden, gemeinsam Projekte gestalten und entstehen lassen, städtische Freiräume aufzeigen, nutzen und vielleicht einen Teil zur dauerhaften Sicherung dieser Räume und Orte für die Allgemeinheit beitragen.

Gemeinsam wollen wir im Osten der Dresdner Neustadt für ein Wochenende Kultur entstehen lassen und laden alle ein, sich auszuruhen, zu tanzen und zu staunen, mitzugestalten, zu diskutieren und zu demonstrieren, dass wir Freiräume dringend benötigen, um uns auszuleben und unser Leben zu gestalten.

4 Kommentare

  1. egal

    „Wir möchten dabei die unverwechselbare Landschaft auf besondere Weise mit den Menschen verbinden …“ hoffentlich dieses Jahr auch mit den ganz kleinen Menschen die um die Waldbühne wohnen und die in der Nacht schlafen wollen! War extrem laut im letzten Jahr!

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  2. Steffen H.

    Hallo Egal, es wäre super, wenn du vielleicht zur Bürgerrunde das Festival betreffend kommen könntest. Da geht es nämlich genau darum. Uns ist bewusst, dass wir in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern Veranstaltungen machen. Wir wollen also gemeinsam mit allen (wir wohnen ja auch mehr oder weniger alle da) einen guten Mittelweg finden. Zum Beispiel in dem lautere Acts früher und Akustikacts später spielen. Darüber denken wir jedenfalls gerade intensiv nach und solche Einwände sind dafür wichtig! Liebe Grüße Steffen vom Orga-Team

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  3. auch egal

    Liebes Organisationsteam,

    bitte denkt auch an Toi-Häuschen zumindest im Waldpark.
    Es ist eine Zumutung wenn der Park von den hoffentlich
    vielen Besuchern inbesondere am Abend als Abort genutzt
    wird, weil einfach keine andere Möglichkeit besteht.
    Es kommen ja nicht nur Nachbarn, die bedarfsweise eben
    mal schnell nach Hause gehen können.

    Danke vorab.

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  4. Jens K

    Liebe Organisatoren,
    ich finde es schön, wenn solch ein Festival in der Neustadt eine weitere Chance bekommt. Aber 3 x bitte, wirkt auf die einzelnen Veranstalter ein, dass es nach 22 Uhr nicht mehr so laut ist wie im letzten Jahr. Hier leben immer mehr Kinder :-)) und die sollen in Ruhe schlafen dürfen. Lärm wir immer mehr zur Umweltbelastung und leider hat sich z.B. der Prießnitzgarten in diesem Sommer mehrfach negativ hervorgetan.
    JK

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