In Trägerschaft der Projektschmiede
Gefördert durch Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden Stiftung Äußere Neustadt

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Das NAF stellt vor
Eine Wundertüte aus dem Jahr 1972, mit einem grinsenden Clown

Das Neustadt Art Festival stellt vor: Die Wanne

Das Stadtteilhaus Äußere Neustadt e.V. hat sich von Anfang am NAF beteiligt. Dieses Jahr wird vor allem die Wanne musikalisch gestaltet. Am Freitag experimentiert die musikalische Wundertüte und am Sonntag gibt es eine offene Bühne. Künstler_innen können sich noch bis zur letzten Minute bei Rajko melden.

Zunächst würde ich mich freuen, wenn du dich kurz vorstellst und den Leser_innen einen Eindruck von „Der Wanne“ gibst.

Ich bin Rajko Aust und betreue die Technik in der “Wanne”. Die Wanne ist das kleine Theater im Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18. Der Name kommt daher, dass sich in diesem Haus bis in die 60er Jahre ein öffentliches Reinigungsbad befand. Das Theater besteht aus einem großen Raum, ca. xx mal xx Meter*, der gleichzeitig Zuschauerraum und Bühne ist. Er ist mit Leinwand für Filmvorführungen, Ton- und Lichttechnik ausgestattet und bietet Platz für maximal 50 Besucher.

Was wird normalerweise in diesem Raum gemacht?

Der Raum wird momentan als Probebühne für Off-Theaterprojekte, Workshops, Filmvorführungen und anderes vermietet. Monatlich findet außerdem außerdem die Offene Bühne Dresden statt. Außerdem gibt es Puppentheateraufführungen und Clownsvorstellungen für Kinder.

Wann ist die Wanne zum ersten mal in der Dresdner Neustadt in Erscheinung getreten?

Die Wanne war nach der Sanierung des Stadtteilhauses Ende der 90er Jahre anfangs zunächst die Spielstätte der Mimenbühne von Ralf Herzog, nach dem Hochwasser und dem Brand zogen die allerdings aus, seitdem wird die Wanne durch das Stadtteilhaus betrieben.

Hast du schon ein spezielles Programm für das Neustadt Art Festival?

Am Freitag gibt es die Akustische Wundertüte*, am Samstag die Elektronische Wundertüte. Beides sind zunächst einmal „Sessions” frei improvisierter Musik, bei der sich jeweils eine Reihe von Musikern treffen (auch hochkarätige), um miteinander zu spielen. Teils kennen sich die Musiker, teils sind sie sich noch nie begegnet. Auch Besucher können spontan mit einsteigen. Man kennt das aus dem Jazz- und Blues-Kontext, für pure akustische (unverstärkte) Musik, aber auch für elektronische Musik wird das jedoch selten angeboten: Popmusik und Jazz bietet durch die kanonisierten Formen (Real book, Bluesschema, Kadenz) einen leichteren einstig ins Improvisieren, bei elektronischer Musik entsteht leicht ein Überangebot an repetitiven Formen, die das
Zusammen-Spiel erschweren, hinzu kommen technische Hürden. Wir wagen das Experiment: Das Erlebnis gemeinschaftlichen Musizierens ohne vorgegebene Form steht dabei über dem Anspruch musikalischer Perfektion, wichtig ist vielmehr das aufeinander Hören und aufeinander Eingehen, auf dass ein Flow entstehe.

Am Sonntag findet im Rahmen des N.A.F. die Offene Bühne Dresden statt. Sie dient als Plattform für jede Art von Kunst, jeder kann sich mit musikalischen oder Textbeiträgen beteiligen.

*Wundertüte daher, weil alles eine Überraschung sein wird: die Musik, die letztendlich erklingt, die Musiker, die sie spielen und auch, was das Publikum am Ende davon halten wird.

Habt ihr noch Platz für spontane Auftritte?

Wie gesagt, es kann sich gern an den Sessions beteiligt werden. Wenn das Experiment gelingt, könnte daraus auch eine regelmäßige Veranstaltungsreihe erwachsen.

Wie kann man dich erreichen, wenn man auf und nach dem Festival mit dir zusammenarbeiten möchte?

Über das Büro des Stadtteilhaus Äußerer Neustadt e.V. , Details siehe auf der Webseite www.stadtteilhaus.de

Vielen Dank!

 

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